Der Mann, der Steven Spielberg das Motorbootfahren beibrachte

Stefan Damm ist der neue Chef-Kapitän, welcher die Attila sanft und sicher über die drei Seen fährt. Bevor er auf dem Boutique Boatel anheuerte, reiste der gelernte Bootsbauer allerdings mit Luxus-Booten und Gästen um die Welt. Eine Geschichte zum Staunen.

Das entspannte Lächeln, welches Stefan Damm während des gesamten Gesprächs trägt, zeigt deutlich auf: dieser Mann ist angekommen. «Absolut, ich liebe es, auf der Attila zu sein. Ein solch spezielles, einzigartiges Boot und Projekt passen bestens zu mir. Alles andere wäre mir zu langweilig», bestätigt er. Vor seinem Ankommen im Seeland führte ihn sein Weg um die Welt. Mit Edelgästen an Bord.

Mit Prinzessinnen und Spielberg um die Welt

«Einige Tage nach meinem Lehrabschluss als Bootsbauer unterschrieb ich in Zürich einen Arbeitsvertrag. Kurz darauf flog ich mit einem Privatjet nach Nizza, von dort mit einem Helikopter nach Monte Carlo, wo ich einen Mercedes Benz bestieg, welcher mich an den Hafen brachte» erzählt Damm lächelnd. Noch während seiner Ausbildung bewarb sich der junge Boots-Fan auf ein Inserat im Magazin «Yachting». Nach einigen Monaten wurde der Traum Realität. Fortan reiste er mit Stars und Sternchen während zwei Jahren um die Welt. «Von Monte Carlo aus ging es in die Karibik, bis Singapur in Asien, überall hin auf dieser Welt. Mit Luxusjachten, wohl verstanden». Die Prinzessin von Monaco, die Prinzessin von Thailand, Stars und Filmproduzenten checkten auf dem Schiff ein, auf welchem Damm den Sprung vom Bootsbauer zum Matrosen vollzog. «Auch Steven Spielberg war an Bord. Ihm habe ich das Motorbootfahren beigebracht».

In Asien stieg er aus und blieb. Einer der Gäste hatte ihm angeboten, auf seiner Privatjacht zu arbeiten. «So wurde ich unter anderem auch Hafenmeister in Hong Kong und arbeitete für viele spannende Projekte. Erst nach neun Jahren kehrte ich zurück in die Schweiz.» Nun sitzt er also auf dem Deck der Attila, zurück in einer Welt, welche so viel kleiner scheint als seine Vergangenheit. «Klar ist es etwas völlig anderes. Aber es ist genau das, was ich gesucht habe. Ein spezielles Projekt, ein spezielles Boot. Es ist einzigartig, auf dem ersten Kreuzfahrtschiff der Schweiz zu fahren. Und es lässt mir viele Freiheiten, wir funktionieren nicht nach Fahrplan. Wenn jemand bei Vollmond noch auf den See hinausfahren will, machen wir das. Wenn jemand in einer besonders schönen Bucht baden will, halten wir an. Es ist diese Freiheit, dieses Spezielle, welches mir enorm gefällt.»

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Der Kapitän und seine Kajüte

In diesem Moment fährt ein Kursschiff in den Bieler Hafen. Der Kapitän und die ganze Besatzung winken Stefan Damm mit einem breiten Lächeln zu. «Man kennt sich. Es ist ein Gemeinsam. Wir wollen maximal Rücksicht nehmen auf die Berufsschifffahrt. Man muss sich gegenseitig akzeptieren». Und warum fährt er selbst keines der Kursschiffe? «Nein!» winkt er ab, «ein normales Schiff sagt mir nichts. Auf der Attila ist jeder Moment ein Highlight. Wir sind zudem eine super Crew und gut organisiert. Es könnte nicht besser sein». Es ist so gut, dass sich der 58-jährige vorstellen kann, auf der Attila eines Tages sein Berufsleben zu beenden. So weit ist es aber noch lange nicht. Vorläufig sind lange Tage und Wochen der Alltag des Seeländers.

Ins Schwärmen gerät der Kapitän auch, wenn er von den Fahrkünsten der Attila zu erzählen beginnt. «Ok, es ist kein Rennboot. Es fährt schon sehr gemütlich über die Seen, sehr relaxed. Aber es ist ein sehr gut steuerbares Boot, sehr wendig und auch sehr stabil. Es lässt sich extrem gut fahren damit. Sowieso möchte ich den Initianten des Projektes hier noch ein grosses Lob aussprechen. Es ist unglaublich, eine solche Idee in dieser Qualität umzusetzen. Chapeau!» Wie es so schön heisst, verlässt der Kapitän immer als Letzter das Boot. Bei der Attila würde man meinen, dass Damm spät abends nach getaner Arbeit ins Hotel zieht. Aber dem ist nicht so. «Ich mag es, auf dem See zu schlafen. Darum habe ich mir die kleine Kajüte nach meinem Geschmack eingerichtet, ich finde es sehr heimelig dort. Sie ist zwar immer noch im Originalzustand von 1987, aber ich liebe es, so zu leben. Dies war mein ausdrücklicher Wunsch» sagt er und fügt noch an, dass dieses momentane Leben nur möglich ist, «weil meine liebe Frau und die beiden Kinder dies auch so akzeptieren. Es braucht viel Verständnis, das bin ich mir bewusst, und dafür will ich ihnen auch danken».

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